Innovationen des Projekts
Der »eColleagues« Ansatz wird wichtigen Trends der Gegenwart Rechnung tragen.
Einfache Anwendung
Der Fokus früherer E-Learning Anwendungen lag häufig zu sehr auf den technischen Aspekten – mit der Konsequenz, dass oft sehr anspruchsvolle Lernmedien geschaffen wurden, die letztendlich an der Nutzerakzeptanz scheiterten. Erfolgreiche IT-Anwendungen schaffen heute den Spagat zwischen hochkomplexen Funktionalitäten im Hintergrund und einer sehr einfachen Nutzerführung im Vordergrund (vgl. skype und google). Dazu ist es jedoch wichtig, neben der Technik auch die Pädagogik beim Entwurf neuer IuK-Medien im Auge zu behalten. Im eColleagues Lernsystem wird Lernen in erster Linie als ein pädagogischer Prozess verstanden, der durch Informations- und Kommunikationstechnologien unterstützt wird. Ziel des Vorhabens ist es deshalb, Lernen und Technik in einem harmonischen Gesamtkonzept zu verbinden, das die natürlichen Lernprozesse und -anforderungen der Servicetechniker in der Praxis möglichst reibungsfrei unterstützt. Dies soll auch durch eine Evaluation gewährleistet werden, bei der neben Gestaltungsaspekten auch Faktoren wie Nutzerakzeptanz und Lerneffekte überprüft werden.
Verbindung von Lernen und Wissensmanagement
In vielen Bereichen hat eine Vermischung von Lernen und Wissensmanagement stattgefunden. Für die Informationsbeschaffung wird das so genannte »Googlen« heute bereits von vielen Servicetechnikern genutzt, um im Arbeitsprozess on demand zu lernen. »eColleagues« wird das Wissen aus verschiedenen Informations- und Lernelementen zusammenführen.
Emergenz-Effekte
Viele aktuelle Medien nutzen Emergenz-Effekte, um verschiedene kleine Wissensbausteine Einzelner zu einem ständig wachsenden Wissenspool zu ergänzen (vgl. Wikipedia). Dabei ändert sich auch die Rolle der Beteiligten: sie werden zugleich Nutzer und Autoren des Systems und unterstützen sich dadurch gegenseitig in ihrer täglichen Arbeit – ganz im Sinne eines Community of Practice Konzepts. Diesem Gedanken entsprechend wird das »eColleagues« Lernsystem das Erfahrungswissen der verschiedenen Servicetechniker und Hotline-Experten weltweit zusammenführen und internationalisieren. Dabei sollen die Techniker, wie bei verschiedenen Web2.0 Anwendungen heute, dazu befähigt werden, selbst zu Autoren zu werden und das Lernsystem nach Ende des Vorhabens selbstständig weiter auszubauen und mit dem kontinuierlichen Einstellen neuer Inhalte für Aktualität zu sorgen.
Internationale Konzepte
Viele Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau sind heute international aufgestellt. Der Austausch von Wissen und Erfahrungen in weltweiten Unternehmensnetzwerken ist eine der zentralen Herausforderungen der Globalisierung. Im »eColleagues« Lernsystem werden die Erfahrungen von Servicetechnikern weltweit gebündelt und international verfügbar gemacht. Dabei werden sowohl sprachliche Barrieren als auch kulturelle Besonderheiten berücksichtigt.